Baumwolle

Baumwolle ist Geld. Sicherlich. Wir zahlen Geld für unsere Kleidung. Aber selbst das Zahlungsmittel mit dem wir die Baumwollprodukte bezahlen wird aus Baumwolle hergestellt! Denn unsere Banknoten bestehen aus einer Rohstoffzusammenmischung, die zu 90% aus Baumwolle besteht. Deswegen werden Geldscheine auch maximal ein bisschen sauberer, wenn sie mal aus Versehen in der Waschmaschine landen. Äußerst praktisch und gut für vergessliche Menschen. Ein Taschentuch verzeiht hingegen nicht so großzügig.

Aber zurück zur Baumwolle: In der Medizin wird sie beispielsweise als Verbandsmaterial verwendet und in der Kosmetik in Watte und Wattestäbchen usw.

Sie kann immerhin 65% ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen und in nassem Zustand ist sie sogar reißfester. Allerdings trocknet sie nur langsam, weshalb sie heute oft mit anderen Fasern gemischt wird um diese negative Eigenschaft zu verbessern. Sie kann Schmutz und Öl aufnehmen und wieder abgeben, ist also auch ein hervorragender Putzlappen. Aus ihr werden Zelte, Planen, Seile, Fischernetze, Bucheinbände, Kaffeefilter, Papiersorten usw. hergestellt.

Selbst aus den Abfallstoffen, die bei der Baumwollproduktion entstehen, kann noch Wertvolles gewonnen werden. Baumwollsamenöl ist beispielsweise ein Nebenprodukt der Baumwollproduktion und kann in raffiniertem Zustand als Speiseöl oder Brennstoff genutzt werden. Nach dem Auspressen des Öls verbleibt wiederum ein Ölkuchen, der als Futtermittel genutzt werden kann.